Unser Arbeitskonzept

Pädagogische Handlungen orientieren sich an den Bildungszielen unserer Lebensgemeinschaft und bieten die Unterstützung, die das Individuum benötigt, um die beabsichtigten Ziele zu erreichen. In unserer Gemeinschaft ist das z.B. die Zufriedenheit des Einzelnen.


Die Betreuung im Wohnbereich

Pädagogische Grundlage

Die Gemeinschaft Rauher Berg möchte Lebensort und Heimat für seelenpflege-bedürftige Menschen bis zu deren Lebensende sein. Betreuung in unserem Sinne bedeutet eine ganzheitliche Begleitung des erwachsenen Menschen mit Hilfebedarf. Hilfebedarf meint hier Lernhindernisse im sozialen Verhalten, im Bereich der Sexualität, in der sprachlichen Kommunikation oder in den psychomotorischen Fähigkeiten in der Form, dass die Teilhabe am Leben der Gesellschaft erschwert ist. Deshalb bedürfen Menschen mit Hilfebedarf besonderer pädagogischer Förderung und den geschützten Raum zum Sammeln von Erfahrungen.

Pädagogische Handlungen orientieren sich an den Bildungszielen unserer Lebensgemeinschaft und bieten die Unterstützung, die das Individuum benötigt, um die beabsichtigten Ziele zu erreichen. In unserer Gemeinschaft ist das z.B. die Zufriedenheit des Einzelnen.
Zur Zufriedenheit beitragen kann zum einen die Selbstverwirklichung im Rahmen der individuellen Möglichkeiten, zum anderen das Gestalten des sozialen Miteinanders unter der Prämisse der Wahrnehmung des Anderen. Das Erleben unterschiedlicher kultureller Impulse, sowie der Austausch mit der Gesellschaft sind weitere Eckpfeiler.

Lebenspraktische Selbständigkeit als pädagogisches Ziel der Autonomie greift jedoch zu kurz. Selbstbestimmung trotz Hilfebedarf ist möglich, wenn Mitarbeiter ihr Gegenüber als entscheidungsfähige Person mit eigenen Vorstellungen ernst nehmen.
Die vorhandenen Ressourcen, Stärken, Wünsche und Bedürfnisse des Bewohners erhalten den notwendigen Stellenwert und können herausgearbeitet werden.
Menschen mit Hilfebedarf können nicht nur fremdbestimmt sein, sondern können sich auch aktiv die Welt aneignen und handeln, also sich selbst Ziele setzen, planen, bewerten und praktisches Tun mit kognitiver Erkenntnis verknüpfen. Hier erklärt sich unser Verständnis von Ganzheitlichkeit, die unseren Bewohnern individuelle Lebensentwürfe in einer komplex vernetzten Welt ermöglicht.
Unsere Bewohner können Musik und Kunst sowie Sport genießen und sich darin individuell ausdrücken. Auch was auf den ersten Blick keinen funktionalen Zweck hat, erfordert Bildungsangebote.
Die pädagogischen Mitarbeiter des Wohnbereichs begleiten die genannten Entwicklungen. Sie begegnen den Bewohnern mit Vertrauen, Akzeptanz und Offenheit. Dies bildet das Fundament für tragfähige Beziehungen.

Praktischer Lebensalltag

Mit dem Wecken, der Assistenz bei der Körperpflege und dem Ankleiden, sowie dem anschließenden Morgenkreis und dem gemeinsamen Frühstück beginnen wir den Tag. Nach der morgendlichen Arbeit in den Werkstätten kommen wir zum gemeinschaftlichen Mittagessen zusammen. An den Arbeitstagen übernimmt die Großküche (WfbM-Bereich) die Zubereitung des Mittagessens. Um eine familiäre Situation zu schaffen, wird das Mittagessen in den jeweiligen Wohngruppen eingenommen.
Die Arbeit in den Werkstätten wird nach einer Mittagspause fortgesetzt. Der Feierabend gestaltet sich individuell in den einzelnen Wohngruppen. Dazu gehören: Vor- und Nachbereiten des Abendessens, Ordnung im eigenen Bereich und Freizeitaktivitäten wie Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren, Spiele, Fernsehen, Hausabende und der Abendkreis. Der Tag endet dann mit Assistenz, Begleitung oder Unterstützung bei der Körperpflege und dem zu Bett gehen. Nachts ist immer eine Betreuung durch Nachtbereitschaft/Nachtwache gewährleistet.

Das Wochenende wird in den einzelnen Gruppen weitgehend nach den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner gestaltet. Dazu gehören:
Ausschlafen, gemütliches Frühstück, Hausarbeit, Einkaufen, Beteiligung bei der Auswahl und Zubereitung des Mittagessens und Ausflüge.

Am Samstagabend beginnt der Bibelabend mit dem „stillen Abendessen“. Inhalte sind der Prolog, das Evangelium, das Vater Unser und das gemeinsame Gespräch, um die Sonntagsfeier vorzubereiten. Der Abend klingt ruhig aus.

Am Sonntagmorgen steht die Sonntagsfeier im Mittelpunkt. Die Vorbereitung und Gestaltung liegt in den Händen einiger Mitarbeiter. Flöten- und Leiergruppe bieten den festlichen Rahmen. Die Teilnahme an der Sonntagsfeier ist gruppenübergreifend und freiwillig. Bibelabend und Sonntagsfeier sind wesentliche Elemente unseres religiösen Lebens und bieten den Bewohnern Halt und Struktur. Häufig finden an den Sonntag-Nachmittagen kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Theateraufführungen oder Konzerte statt.
Auch Geburtstage und Jubiläen sind wichtige Meilensteine unseres Zusammenlebens und werden entsprechend gefeiert.

Der Gemeinschaft Rauher Berg ist es ein Anliegen, einen Lebensort für Menschen mit und ohne Behinderung zu entwickeln und zu gestalten.
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